Osteopathie ● Cranio Sakrale Therapie ● Physio ● Traditionelle Chinesische Medizin
Update: 15.08.2022 - Aktuelles
Was ist Osteopathie? Diese     Spannungsunterschiede     gehen     schweren     Erkrankungsbildern,     wie     z.     B. Veränderungen   an   Knochen   und   Knorpeln   oder   Organerkrankungen   voraus.   Daher macht    eine    osteopathische    Untersuchung    und    Behandlung    auch    bei    vermeintlich gesunden    Vierbeinern    durchaus    Sinn.    Denn    diese    leichten    Spannungsdifferenzen deuten   auf   Ungleichgewichte   im   Körper   und   beginnende   Erkrankungen   hin,   die   mit Bluttests   oder   bildgebenden   Verfahren   wie   Röntgen   oder   CT   häufig   noch   gar   nicht darstellbar sind. Der   Körper   des   Patienten   wird   als   eine   Einheit   gesehen,   vergleichbar   mit   einer   Uhr: Fällt   ein   Zahnrad   aus,   ist   das   gesamte   System   gestört.   Daher   ist   diese   ganzheitliche Therapie   bei   diversen   Erkrankungen   von   Hunden,   Katzen   und   anderen   Kleintieren sinnvoll,     nicht     nur     bei     Problemen     des     Bewegungsapparates.     Eine     Theorie     der Osteopathie besagt: Wo   die   Eigenbewegung   eines   Organs   oder   Körpersystems   gestört   ist,   macht   sich Krankheit breit. Dies      betrifft      den      Bewegungsapparat,      innere      Organe,      Blutgefäße,      sämtliche Stoffwechselvorgänge,   sowie   das   Nervensystem.   Dabei   wird   jeder   Patient   individuell gesehen     und     behandelt.     Das     Ziel     der     Osteopathie     ist     es     jedoch     nicht,     ein schulmedizinisches     Symptom     zu     beheben,     sondern     den     Ursprung     der     Läsion aufzuspüren   und   die   Regulationsmechanismen   zur   Selbstheilung   anzuregen.   Es   wird beim     Patienten     die     Fähigkeit     ausgelöst,     ein     für     ihn     gesundes     Gleichgewicht herzustellen. Heilen ist dabei nicht nur das Fehlen von Symptomen. Es   wird   durch   sehr   sanften   Druck   Einfluß   auf   veränderte   Spannungsverhältnisse   und Ungleichgewichte      im      Körper      genommen,      um      die      Regulationsprozesse      zu mobilisieren.   Dabei   arbeite   ich   vorallem   über   die   sogenannten   Faszien.   Auch   die   Hirn- und   Rückenmarkshäute   werden   zum   Fasziengewebe   gezählt   und   lassen   sich   über Cranio-Sakrale   Techniken   behandeln.   Das   Cranio-Sakrale   System    gehört   untrennbar zu   den   3   Säulen   der   Osteopathie   und   ist   eng   mit   den   anderen   Systemen   verbunden (parietale   Osteopathie   =   Bewegungsapparat;   viszerale   Osteopathie   =   innere   Organe). Das   heißt   also,   dass   sich   alle   3   Bereiche   gegenseitig   eng   beeinflussen   und   Probleme sich   auch   von   einem   ins   andere   System   verketten   können.   Daher   sollte   bei   der   Wahl eines   Therapeuten   immer   darauf   geachtet   werden,   dass   er   alle   3   Systeme   wirklich beherrscht und behandeln kann. Faszien   sind   außerdem   ein   bindegewebiges   Netzwerk,   welches   den   gesamten   Körper durchdringt.   Sie   umhüllen   Muskeln   und   innere   Organe,   damit   diese   bei   körperlicher Bewegung,   sowie   bei   der   Atmung   problemlos   aneinander   vorbeigleiten   können.   Sie dienen   als   deren   Puffer   zum   Schutz   vor   Reibung   und   Verletzungen.   Außerdem   sind sie    wichtig    für    den    Transport    von    Blut    und    Lymphe    und    damit    auch    für    ein funktionierendes Abwehrsystem, sowie den Stoffwechsel. Zusätzlich   dienen   Faszien   der   Befestigung   von   Muskeln   am   Knochen   (Sehnen)   oder der   Aufhängung   und   Abgrenzung   der   inneren   Organe.   Sie   stehen   untereinander   in Verbindung   bzw.   sind   sie   zum   Teil   miteinander   verwoben.   Das   heißt,   sie   übertragen auch   Fehlspannungen    von   einer   Körperregion   in   eine   andere:   Wirbelsäulen-Probleme können z. B. Störungen der inneren Organe verursachen und umgekehrt. Auch     kann     sich     eine     Problematik     im     Kreuzbein-Bereich     (lliosacral-Gelenk)     in Problemen    von    Schädel    und    Halswirbelsäule    widerspiegeln    und    Fehlhaltungen verursachen.   Auch   die   Gelenkkapseln   und   Bänder   werden,   osteopathisch   gesehen,   zu den   Faszien   gezählt.   Sie   können   z.   B.   verkleben   (auch   nach   Operationen)   und   ihre Aufgabe dann nicht mehr richtig erfüllen und sogar Schmerzen verursachen. Häufig      sind      Faszien       auch      der      Grund      für      Schmerzsymptome,      für      die augenscheinlich   keine   Ursache   gefunden   wird,    denn   man   kann   sie   röntgenologisch nicht   darstellen   und   sie   finden   in   der   Schulmedizin   leider   zumeist   wenig   Beachtung. Dabei      wurde      bereits      nachgewiesen,      dass      sich      Faszien      bei      Stress      aktiv zusammenziehen     und     verspannen     bzw.     verkleben.     Das     bedeutet,     dass     Stress durchaus Verspannungen und somit Schmerzen verursachen kann - auch beim Tier! Schlechte      Ernährung       (minderwertiges      Fertigfutter,      zu      viele      Kohlenhydrate) begünstigt     diesen     Prozess,     da     zu     viele     Kohlenhydrate     im     Futter     ph-Wert- Veränderungen   verursachen,   die   ein   Verkleben   der   Faszien   begünstigen.   Durch   die   so entstandene   Kompression   wird   der   Blut-   und   Lymphfluß   behindert,   Muskulatur   und Nervengewebe   in   Mitleidenschaft   gezogen   und   Symptome   entstehen   nach   und   nach - denn der Körper versucht nun, zu kompensieren. Der Kreislauf beginnt. Bleiben    diese    Fehlspannungen     unentdeckt    und    somit    unbehandelt,    können    im weiteren   Verlauf   -   der   mitunter   Jahre   dauern   kann   -   schwerere   Erkrankungsbilder entstehen:   Arthrosen,   Bandscheibenvorfälle,   Krankheiten   der   inneren   Organe   sind   nur ein     paar     Beispiele.     Auffälligkeiten,     die     bereits     seit     dem     Welpenalter     vorliegen, ständiges    Pfotenknabbern    ohne    parasitäre    Auslöser,    Husten    oder    Atemprobleme ohne   schulmedizinisch   nachweisbare   Ursache,   Harntröpfeln,   Verrichten   des   großen Geschäftes    in    Etappen,    sowie    regelmäßige    Verdauungsbeschwerden,    hinter    denen vielleicht      sogar      Nahrungsmittelunverträglichkeiten      vermutet      werden,      können ebenfalls   Hinweise   auf   ein   Ungleichgewicht   im   Fasziensystem   sein.   Diese   Liste   ließe sich   noch   lange   fortsetzen,   da   sich   fasziale   Veränderungen   auf   vielfältigste   Art   und Weise      im      und      am      Körper      zeigen      können,      nicht      nur      an      Problemen      des Bewegungsapparates     oder     der     inneren     Organe.     Wird     die     eigentliche     Störung behoben    und    die    Eigenbeweglichkeit    der    Gewebestrukturen    wiederhergestellt,    so lösen sich auch die Kompensationen (wie Schonhaltungen) auf. Beispiel:    Ist    der    Rücken    stark    aufgekrümmt    oder    berührungsempfindlich    durch (bisher   unerkannte)   Schmerzen   im   Verdauungstrakt,   ist   das   eigentliche   Problem   nicht die    Wirbelsäule    und    Behandlungen    bringen    hier    nicht    den    gewünschten    Erfolg. Werden     dagegen     die     Probleme     im     Organ-Bereich     erfolgreich     aufgespürt     und behandelt,   wird   sich   auch   die   Problematik   des   Rückens   bessern.   Typisch   bei   solchen (unentdeckten)   organischen   Störungen   ist   immer,   dass   die    Rückenprobleme   oder Lahmheiten     nach     physiotherapeutischen     Maßnahmen     oder     "Einrenken"     der Wirbelsäule   zeitnah   zurückkehren.   In   der   Physiotherapie   stößt   man   hier   nun   an seine Grenzen - die Osteopathie hingegen bietet hier großes Potential. Das   Zwerchfell    hat   in   der   Osteopathie   eine   zentrale   Stellung:   Erst   einmal   handelt   es sich          hierbei          um          den          größten          und          wichtigsten          Atem-Muskel. Funktionseinschränkungen    führen    hier    nicht    zwangsläufig    zu    Problemen    mit    der Atmung,     es     können     auch     Störungen     von     Bewegungs-     und     Organfunktionen auftreten,   die   man   gar   nicht   mit   dem   Zwerchfell   in   Verbindung   bringt!   Es   trennt   die Brust-   von   der   Bauchhöhle   und   gewährt   dabei   wichtigen   Strukturen   Durchlass:   Große Blutgefäße,   wichtige   Nerven,   die   Speiseröhre,   sowie   Lymphgefäße.   Auch   ist   es   mit   der Leber     verwachsen     und     hat     durch     Bänder     direkte     Verbindung     zu     Magen     und Eierstöcken. Nun   kann   man   sich   sicher   gut   vorstellen,   wie   vielfältig   die   Probleme   sein   können, wenn      das      Zwerchfell      eingeschränkt      ist.      Es      kann      eine      Kompression      der hindurchtretenden     Strukturen     erfolgen,     so     dass     beispielsweise     der     Blut-     und Lymphfluß   gestört   wird.   Die   Ver-   und   Entsorgung   des   Hinterkörpers   mit   Nähr-   und Abfallstoffen        funktioniert        so        nicht        mehr        einwandfrei.        Hinweise        auf Funktionsstörungen    des    Zwerchfells    können    daher    auch    Probleme    sein,    die    sich auffälligerweise    nur    auf    die    hinteren    Regionen    oder    Organe    beziehen.    Bei    vielen Hunden   erscheint   zusätzlich   die   Hintergliedmaße   "wie   angeklebt"   oder   "als   ob   sie nicht   zum   restlichen   Körper   dazugehört".   Wenn   Gelenk-   und   Wirbelsäulenprobleme, wie     z.     B.     eine     HD,     Arthrosen,     Bandscheibenvorfälle     und     andere     neurologische Erkrankungen   ausgeschlossen   wurden,   sollte   man   sein   Augenmerk   einmal   auf   das Zwerchfell richten. Auch   bei   Kastrationen   von   weiblichen   Tieren   werden   Bänder   durchtrennt,   welche Eierstöcke   und   Zwerchfell   verbinden   und   für   die   Aufhängung   der   Blase   verantwortlich sind.   Es   entstehen   innere   Vernarbungen   und   Ungleichgewichte,   die   sich   negativ   auf Zwerchfell     und     Blase     (Inkontinenz)     auswirken     können.     Der     Osteopath     kann Funktionsstörungen und Verklebungen dieser Bereiche aufspüren und lösen. Da   die   osteopathischen   Techniken   im   Gegensatz   zur   Physiotherapie   mit   minimalstem Druck   und   leichten,   teilweise   kaum   sichtbaren   Bewegungen   ausgeführt   werden,   ist diese   Form   der   Behandlung   sehr   gut   geeignet   für   ängstliche   Tiere   oder   solche,   die sich   ungern   (von   Fremden)   anfassen   lassen.   Auch   bei   stärkeren   Schmerzen   ist   diese sanfte      Methode      bestens      geeignet:      Eine      osteopathische      Untersuchung      und Behandlung    sucht    nicht    gezielt    die    Schmerzen    als    Bestätigung,    sondern    die Fehlspannungen    im    Gewebe.    Diese    können    weit    entfernt    vom    augenscheinlichen Problem    liegen    und    zudem    bereits    dann    auftreten,    bevor    überhaupt    Schmerzen entstehen.   Bisher   hat   sich   daher   fast   jeder   noch   so   scheue   Patient   nach   den   ersten Griffen     entspannt     und     nach     einigen     weiteren     sind     die     meisten     bereits     am Einschlummern.     Sehr     interessant     ist     in     diesem     Zusammenhang,     dass     Faszien außerdem   viele   Rezeptoren   besitzen,   die   nur   auf   minimalen   Druck   reagieren.   Daher werden    diese    bei    "normalen    physiotherapeutischen    Behandlungen",    in    denen    der Patient fester angefasst wird, gar nicht erreicht bzw. angesprochen. Während   einer   osteopathischen   Therapie   kann   es   durchaus   vorkommen,   dass   nach dem   Lösen   der   ersten   Läsion   plötzlich   ganz   andere   behandlungsbedürftige   Probleme ans    Tageslicht    kommen,    die    zuvor    unter    der    Oberfläche    geschlummert    haben ("Zwiebel-Prinzip").   Häufig   handelt   es   sich   hierbei   um   ältere   Traumen,   mitunter   sogar aus der Welpenzeit. Wann ist Osteopathie sinnvoll? Zur Vorsorge (gesunde Tiere, Sporthunde) Unklare Schmerzzustände & Lahmheiten Zur Reduzierung bzw. bei Versagen von Schmerzmitteln Muskuläre Probleme, Verspannungen Bewegungseinschränkungen / Fehlstellungen Arthrosen / degenerative Veränderungen Nach Amputationen Gelenkserkrankungen, z. B. HD, ED Rückenprobleme, z. B. Spondylose, Blockaden, Schmetterlings- oder Keilwirbel, Skoliose, Cauda-Equina-Kompressions-Syndrom, Bandscheibenvorfall Allg. neurologische Probleme / Lähmungen (Unfall)Traumata, Auffälligkeiten aller Art seit Welpenalter Asymmetrisch erscheinendes Gesicht / Schädel Vor OPs oder als Reha danach (Operations)Narben können Probleme bereiten Ödeme, Störungen im Lymphsystem Nach Kastration, Kaiserschnitt, Schwergeburt Inkontinenz, Kotabsatzprobleme Wiederkehrende Probleme ohne schulmedizinisch feststellbare Ursache, z. B. Verdauungsbeschwerden, Husten, Juckreiz ohne Vorhandensein von Parasiten, Augen- und Ohrenprobleme, … Alte Tiere, die nicht mehr operiert werden können Schulmedizinisch austherapierte Tiere Wenn die Physiotherapie an ihre Grenzen stößt
Vergleicht     man     die     Möglichkeiten     der Physiotherapie   mit   der   Osteopathie,   dann ist     die     erstere     ein     Wassertropfen     -     die Osteopathie hingegen ein Ozean. Ein   großer   Vorteil   der   Osteopathie   ist   der, dass    schon    minimale    Veränderungen    der Gewebestruktur                oder                kleinste Einschränkungen                                             der Gewebebeweglichkeit        erfühlt        werden können.
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● Osteopathie ● Cranio Sakrale Therapie  Physio ● Traditionelle Chinesische Medizin ●
Update: 15.08.2022 - Aktuelles
Was ist Osteopathie? Vergleicht man die Möglichkeiten der Physiotherapie mit der Osteopathie, dann ist die erstere ein Wassertropfen - die Osteopathie hingegen ein Ozean. Ein großer Vorteil der Osteopathie ist der, dass schon minimale Veränderungen der Gewebestruktur oder kleinste Einschränkungen der Gewebebeweglichkeit erfühlt werden können. Diese Spannungsunterschiede gehen schweren Erkrankungsbildern, wie z. B. Veränderungen an Knochen und Knorpeln oder Organerkrankungen voraus. Daher macht eine osteopathische Untersuchung und Behandlung auch bei vermeintlich gesunden Vierbeinern durchaus Sinn. Denn diese leichten Spannungsdifferenzen deuten auf Ungleichgewichte im Körper und beginnende Erkrankungen hin, die mit Bluttests oder bildgebenden Verfahren wie Röntgen oder CT häufig noch gar nicht darstellbar sind. Der Körper des Patienten wird als eine Einheit gesehen, vergleichbar mit einer Uhr: Fällt ein Zahnrad aus, ist das gesamte System gestört. Daher ist diese ganzheitliche Therapie bei diversen Erkrankungen von Hunden, Katzen und anderen Kleintieren sinnvoll, nicht nur bei Problemen des Bewegungsapparates. Eine Theorie der Osteopathie besagt: Wo die Eigenbewegung eines Organs oder Körpersystems gestört ist, macht sich Krankheit breit. Dies betrifft den Bewegungsapparat, innere Organe, Blutgefäße, sämtliche Stoffwechselvorgänge, sowie das Nervensystem. Dabei wird jeder Patient individuell gesehen und behandelt. Das Ziel der Osteopathie ist es jedoch nicht, ein schulmedizinisches Symptom zu beheben, sondern den Ursprung der Läsion aufzuspüren und die Regulationsmechanismen zur Selbstheilung anzuregen. Es wird beim Patienten die Fähigkeit ausgelöst, ein für ihn gesundes Gleichgewicht herzustellen. Heilen ist dabei nicht nur das Fehlen von Symptomen. Es wird durch sehr sanften Druck Einfluß auf veränderte Spannungsverhältnisse und Ungleichgewichte im Körper genommen, um die Regulationsprozesse zu mobilisieren. Dabei arbeite ich vorallem über die sogenannten Faszien. Auch die Hirn- und Rückenmarkshäute werden zum Fasziengewebe gezählt und lassen sich über Cranio- Sakrale Techniken behandeln. Das Cranio-Sakrale System  gehört untrennbar zu den 3 Säulen der Osteopathie und ist eng mit den anderen Systemen verbunden (parietale Osteopathie = Bewegungsapparat; viszerale Osteopathie = innere Organe). Das heißt also, dass sich alle 3 Bereiche gegenseitig eng beeinflussen und Probleme sich auch von einem ins andere System verketten können. Daher sollte bei der Wahl eines Therapeuten immer darauf geachtet werden, dass er alle 3 Systeme wirklich beherrscht und behandeln kann. Faszien sind außerdem ein bindegewebiges Netzwerk, welches den gesamten Körper durchdringt. Sie umhüllen Muskeln und innere Organe, damit diese bei körperlicher Bewegung, sowie bei der Atmung problemlos aneinander vorbeigleiten können. Sie dienen als deren Puffer zum Schutz vor Reibung und Verletzungen. Außerdem sind sie wichtig für den Transport von Blut und Lymphe und damit auch für ein funktionierendes Abwehrsystem, sowie den Stoffwechsel. Zusätzlich dienen Faszien der Befestigung von Muskeln am Knochen (Sehnen) oder der Aufhängung und Abgrenzung der inneren Organe. Sie stehen untereinander in Verbindung bzw. sind sie zum Teil miteinander verwoben. Das heißt, sie übertragen auch Fehlspannungen von einer Körperregion in eine andere: Wirbelsäulen-Probleme können z. B. Störungen der inneren Organe verursachen und umgekehrt. Auch kann sich eine Problematik im Kreuzbein- Bereich (lliosacral-Gelenk) in Problemen von Schädel und Halswirbelsäule widerspiegeln und Fehlhaltungen verursachen. Auch die Gelenkkapseln und Bänder werden, osteopathisch gesehen, zu den Faszien gezählt. Sie können z. B. verkleben (auch nach Operationen) und ihre Aufgabe dann nicht mehr richtig erfüllen und sogar Schmerzen verursachen. Häufig sind Faszien auch der Grund für Schmerzsymptome, für die augenscheinlich keine Ursache gefunden wird, denn man kann sie röntgenologisch nicht darstellen und sie finden in der Schulmedizin leider zumeist wenig Beachtung. Dabei wurde bereits nachgewiesen, dass sich Faszien bei Stress aktiv zusammenziehen und verspannen bzw. verkleben. Das bedeutet, dass Stress durchaus Verspannungen und somit Schmerzen verursachen kann - auch beim Tier! Schlechte Ernährung  (minderwertiges Fertigfutter, zu viele Kohlenhydrate) begünstigt diesen Prozess, da zu viele Kohlenhydrate im Futter ph-Wert-Veränderungen verursachen, die ein Verkleben der Faszien begünstigen. Durch die so entstandene Kompression wird der Blut- und Lymphfluß behindert, Muskulatur und Nervengewebe in Mitleidenschaft gezogen und Symptome entstehen nach und nach - denn der Körper versucht nun, zu kompensieren. Der Kreislauf beginnt. Bleiben diese Fehlspannungen  unentdeckt und somit unbehandelt, können im weiteren Verlauf - der mitunter Jahre dauern kann - schwerere Erkrankungsbilder entstehen: Arthrosen, Bandscheibenvorfälle, Krankheiten der inneren Organe sind nur ein paar Beispiele. Auffälligkeiten, die bereits seit dem Welpenalter vorliegen, ständiges Pfotenknabbern ohne parasitäre Auslöser, Husten oder Atemprobleme ohne schulmedizinisch nachweisbare Ursache, Harntröpfeln, Verrichten des großen Geschäftes in Etappen, sowie regelmäßige Verdauungsbeschwerden, hinter denen vielleicht sogar Nahrungsmittelunverträglichke iten vermutet werden, können ebenfalls Hinweise auf ein Ungleichgewicht im Fasziensystem sein. Diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen, da sich fasziale Veränderungen auf vielfältigste Art und Weise im und am Körper zeigen können, nicht nur an Problemen des Bewegungsapparates oder der inneren Organe. Wird die eigentliche Störung behoben und die Eigenbeweglichkeit der Gewebestrukturen wiederhergestellt, so lösen sich auch die Kompensationen (wie Schonhaltungen) auf. Beispiel: Ist der Rücken stark aufgekrümmt oder berührungsempfindlich durch (bisher unerkannte) Schmerzen im Verdauungstrakt, ist das eigentliche Problem nicht die Wirbelsäule und Behandlungen bringen hier nicht den gewünschten Erfolg. Werden dagegen die Probleme im Organ-Bereich erfolgreich aufgespürt und behandelt, wird sich auch die Problematik des Rückens bessern. Typisch bei solchen (unentdeckten) organischen Störungen ist immer, dass die  Rückenprobleme oder Lahmheiten nach physiotherapeutischen Maßnahmen oder "Einrenken" der Wirbelsäule zeitnah zurückkehren. In der Physiotherapie stößt man hier nun an seine Grenzen - die Osteopathie hingegen bietet hier großes Potential. Das Zwerchfell hat in der Osteopathie eine zentrale Stellung: Erst einmal handelt es sich hierbei um den größten und wichtigsten Atem-Muskel. Funktionseinschränkungen führen hier nicht zwangsläufig zu Problemen mit der Atmung, es können auch Störungen von Bewegungs- und Organfunktionen auftreten, die man gar nicht mit dem Zwerchfell in Verbindung bringt! Es trennt die Brust- von der Bauchhöhle und gewährt dabei wichtigen Strukturen Durchlass: Große Blutgefäße, wichtige Nerven, die Speiseröhre, sowie Lymphgefäße. Auch ist es mit der Leber verwachsen und hat durch Bänder direkte Verbindung zu Magen und Eierstöcken. Nun kann man sich sicher gut vorstellen, wie vielfältig die Probleme sein können, wenn das Zwerchfell eingeschränkt ist. Es kann eine Kompression der hindurchtretenden Strukturen erfolgen, so dass beispielsweise der Blut- und Lymphfluß gestört wird. Die Ver- und Entsorgung des Hinterkörpers mit Nähr- und Abfallstoffen funktioniert so nicht mehr einwandfrei. Hinweise auf Funktionsstörungen des Zwerchfells können daher auch Probleme sein, die sich auffälligerweise nur auf die hinteren Regionen oder Organe beziehen. Bei vielen Hunden erscheint zusätzlich die Hintergliedmaße "wie angeklebt" oder "als ob sie nicht zum restlichen Körper dazugehört". Wenn Gelenk- und Wirbelsäulenprobleme, wie z. B. eine HD, Arthrosen, Bandscheibenvorfälle und andere neurologische Erkrankungen ausgeschlossen wurden, sollte man sein Augenmerk einmal auf das Zwerchfell richten. Auch bei Kastrationen von weiblichen Tieren werden Bänder durchtrennt, welche Eierstöcke und Zwerchfell verbinden und für die Aufhängung der Blase verantwortlich sind. Es entstehen innere Vernarbungen und Ungleichgewichte, die sich negativ auf Zwerchfell und Blase (Inkontinenz) auswirken können. Der Osteopath kann Funktionsstörungen und Verklebungen dieser Bereiche aufspüren und lösen. Da die osteopathischen Techniken im Gegensatz zur Physiotherapie mit minimalstem Druck und leichten, teilweise kaum sichtbaren Bewegungen ausgeführt werden, ist diese Form der Behandlung sehr gut geeignet für ängstliche Tiere oder solche, die sich ungern (von Fremden) anfassen lassen. Auch bei stärkeren Schmerzen ist diese sanfte Methode bestens geeignet: Eine osteopathische Untersuchung und Behandlung sucht nicht gezielt die Schmerzen als Bestätigung, sondern die Fehlspannungen im Gewebe. Diese können weit entfernt vom augenscheinlichen Problem liegen und zudem bereits dann auftreten, bevor überhaupt Schmerzen entstehen. Bisher hat sich daher fast jeder noch so scheue Patient nach den ersten Griffen entspannt und nach einigen weiteren sind die meisten bereits am Einschlummern. Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Faszien außerdem viele Rezeptoren besitzen, die nur auf minimalen Druck reagieren. Daher werden diese bei "normalen physiotherapeutischen Behandlungen", in denen der Patient fester angefasst wird, gar nicht erreicht bzw. angesprochen. Während einer osteopathischen Therapie kann es durchaus vorkommen, dass nach dem Lösen der ersten Läsion plötzlich ganz andere behandlungsbedürftige Probleme ans Tageslicht kommen, die zuvor unter der Oberfläche geschlummert haben ("Zwiebel-Prinzip"). Häufig handelt es sich hierbei um ältere Traumen, mitunter sogar aus der Welpenzeit. Wann ist Osteopathie sinnvoll? Zur Vorsorge (gesunde Tiere, Sporthunde) Unklare Schmerzzustände & Lahmheiten Zur Reduzierung bzw. bei Versagen von Schmerzmitteln Muskuläre Probleme, Verspannungen Bewegungseinschränkung en / Fehlstellungen Arthrosen / degenerative Veränderungen Nach Amputationen Gelenkserkrankungen, z. B. HD, ED Rückenprobleme, z. B. Spondylose, Blockaden, Schmetterlings- oder Keilwirbel, Skoliose, Cauda- Equina-Kompressions- Syndrom, Bandscheibenvorfall Allg. neurologische Probleme / Lähmungen (Unfall)Traumata, Auffälligkeiten aller Art seit Welpenalter Asymmetrisch erscheinendes Gesicht / Schädel Vor OPs oder als Reha danach (Operations)Narben können Probleme bereiten Ödeme, Störungen im Lymphsystem Nach Kastration, Kaiserschnitt, Schwergeburt Inkontinenz, Kotabsatzprobleme Wiederkehrende Probleme ohne schulmedizinisch feststellbare Ursache, z. B. Verdauungsbeschwerden, Husten, Juckreiz ohne Vorhandensein von Parasiten, Augen- und Ohrenprobleme, … Alte Tiere, die nicht mehr operiert werden können Schulmedizinisch austherapierte Tiere Wenn die Physiotherapie an ihre Grenzen stößt
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