Osteopathie ● Cranio Sakrale Therapie ● Physio ● Traditionelle Chinesische Medizin
Update: 24.04.2022 -Wissenswertes
TCM - Traditionelle Chinesische Medizin wäre   es   nicht   abwegig,   dass   man   5   unterschiedliche   Disharmoniemuster   erhält.   Dabei handelt    es    sich    um    für    westliche    Ohren    eher    eigenartig    oder    poetisch    klingende Diagnosen,    wie    z.    B.    „Disharmonie    der    Leber,    die    in    die    Milz    vordringt“    oder „Übermäßige   kalte   Feuchtigkeit,   die   Magen   und   Milz   angreift“.   Die   TCM   betrachtet äußere    pathogene    (krankmachende)    Faktoren,    wie    Wind,    Kälte,    (Sommer-)    Hitze, Feuchtigkeit   und   Trockenheit,   die   in   die   Leitbahnen   eindringen   können,   als   Ursachen von    entstehenden    Disharmonien.    Im    Gegensatz    zur    Schulmedizin    wird    bei    der Traditionellen   Chinesischen   Medizin   der   gesamte   Körper   ganzheitlich   betrachtet   und sie    bezieht    auch    Geist    und    Seele    mit    ein.    Emotionen    können    daher    bestimmte Disharmonien    auslösen    oder    umgekehrt    werden    durch    bestimmte    Beschwerden gewisse     Emotionen     ausgelöst,     z.     B.     entsteht     Jähzorn     oder     ein     cholerisches Temperament   durch   Disharmoniemuster   in   der   Leber.   Weiterhin   ist   es   in   der   TCM   so, dass   sich   innere   Organe   bei   Störungen   nach   außen   hin   öffnen.   Zum   Beispiel   öffnet sich   die   Leber   in   die   Augen   oder   die   Nieren   in   die   Ohren.   Das   bedeutet,   dass   bei   Leber- oder   Nieren-Problemen   die   Augen   oder   Ohren   ebenfalls   Störungen   zeigen.   Werden diese    Disharmonien    der    inneren    Organe    behoben,    können    sich    auch    die    (häufig bereits   lange   vergeblich   behandelten)   Probleme   der   Sinnesorgane   wieder   bessern. Wichtig   ist   hierbei:   Die   Befunde   an   den   Organen   nach   TCM   sind   nicht    gleichzusetzen mit schulmedizinischen Erkrankungen! „Eine Krankheit kann viele Väter haben, die Mutter ist immer die Ernährung!“ Chinesische Weisheit Die   Ernährungstherapie   ist   daher   die   Basis   für   alle   anderen   Therapien   der   TCM (Akupunktur, Kräuter). Akupunktur   und   Kräuter   sind   das   i-Tüpfelchen   -   wie   sieht   daher   eine   Therapie aus? Es     erfolgt     nach     eingehender     Anamnese,     Untersuchung     und     Diagnosestellung       zunächst    eine    genaue    Analyse    des    bisherigen    Futters    und    eine    therapeutische Anpassung   nach   TCM   für   Ihr   Tier,   nach   Bedarf   auch   mit   entsprechenden   Zusätzen. Außerdem   werden   bestimmte   Punkte   auf   den   Meridianen   behandelt,   um   z.   B.   Hitze oder   Wind   (Juckreiz)   auszuleiten   oder   die   Nieren   zu   stärken.   Da   ich   Osteopathie   und TCM   kombiniere   und   zudem   lieber   und   besser   mit   dem   Händen   arbeite,   wende   ich vorwiegend   die   Akupressur   an   (Behandeln   der   Punkte   auf   den   Meridianen   mit   den Fingern,   ohne   Nadeln).   Da   man   in   der   Osteopathie   z.   B.   die   Milz   nicht   behandelt,   in   der TCM   aber   sehr   wohl,   ergänzen   sich   diese   Methoden   perfekt!   Sehr   interessant   ist   in diesem    Zusammenhang    die    Kombination    von    Akupressur    und    Osteopathie:    Ich untersuche   die   Patienten   auf   beide   Arten.   Wenn   ich   dann   u.   a.   den   „Meisterpunkt   für Muskeln   und   Sehnen“   bei   HD-Patienten   mit   hochgradig   verspannter   Oberschenkel- Muskulatur    behandele,    ist    die    Hüfte    sofort    danach    auch    osteopathisch    viel    freier beweglich   als   vorher.   Ebenso   sind   die   Nieren   nach   entsprechenden   Punkten   wieder freier   in   der   osteopathischen   Mobilität   und   Motilität   (=   Eigenbewegung   der   Organe   - unter   Osteopathie    näher   erklärt).   So   habe   ich   während   der   Akupressur   sofort   eine Kontrollmöglichkeit,    ob    die    Punkte    korrekt    waren.    Ist    die    freie    Beweglichkeit    aus osteopathischer    Sicht    noch    nicht    voll    wieder    hergestellt    oder    zeigen    sich    weitere fasziale   Verkettungen,   löse   ich   die   Strukturen   zusätzlich   osteopathisch   -   so   kann   ich den Patienten noch besser unterstützen und ins Gleichgewicht bringen. Bitte   füllen   Sie   vor   dem   ersten   Termin   den   TCM-Anamnesebogen    aus.   Nehmen   Sie sich    am    besten    etwas    Zeit    zum    genauen    Beobachten    Ihres    Tieres    und    dem anschließenden    Ausfüllen,    gerade    Uhrzeiten,    Verhalten    /    Emotionen,    Magen- Darm-Auffälligkeiten   und   die   Farben   (z.   B.   gelblich   oder   klar)   und   Beschaffenheit (z.    B.    Trockenheit)    der    Körperausscheidungen    und    Schleimhäute    sind    enorm wichtig   für   mich.   Bitte   senden   Sie   den   Bogen   mind.   3   Tage   vor   unserem   Termin via E-Mail an mich zurück, zwecks Auswertung. Für    alle,    die    sich    ausführlicher    informieren    möchten,    erkläre    ich    die    wichtigsten Grundlagen der TCM, die mit der Ernährung zusammenhängen: Was ist Qi? Qi    ist    die    „Lebensenergie“    und    Grundlage    allen    Lebens    und    aller    Substanzen    im Körper.    Dazu    gehören    z.    B.    Blut,    Körpersäfte    und    Yin    und    Yang.    Qi    schützt    vor Krankheit,    nährt    Organe    und    Körper.    Zur    Stärkung    des    Qi    brauchen    wir    unter anderem   qi-reiches   Essen   und   eine   gute   Verdauung,   um   es   aufnehmen   zu   können. Natürliche    und    frisch    gekochte    Speisen    beinhalten    mehr    Qi    als    nur    aufgetaute, ebenso   Nahrungsmittel   guter   Qualität   (Bio,   ohne   Pestizide   etc).   Zuckerhaltiges   oder minderwertige Qualität raubt sogar Qi. Die Milz hat in der TCM eine besondere Bedeutung: Die   Milz   ist   der   Ursprung   für   Qi   und   Blut   (Xue)   und   steht   daher   im   Mittelpunkt   der Verdauung.    Dabei    ist    die    „chinesische    Milz“    nicht    eins    zu    eins    anatomisch    und medizinisch   übertragbar   auf   die   „westliche   Milz“.   Dies   gilt   ebenso   für   alle   anderen Organe   und   das   Blut.   Milz   und   Magen   sind   nach   TCM   Partner   und   zuständig   für   die Verdauung   und   daher   die   Basis   der   Gesundheit.   Bei   Ungleichgewichten   kommt   ein Milz-Qi-Mangel      am      häufigsten      vor.      Symptome      des      Qi-Mangels      sind      z.      B. Verdauungsprobleme,      weicher      Kot,      Blähungen,      Neigung      zu      Allergien      und Unverträglichkeiten,      Müdigkeit,      Appetitlosigkeit,      Magenschmerzen,      Aufstoßen, Zahnfleischblutungen, schwache Muskeln, ... Das Blut (chin. Xue) nährt, befeuchtet und kühlt den Körper: Die   Blutbildung   erfolgt   aus   chinesischer   Sicht   durch   das   Qi,   welches   mit   Hilfe   der   Milz aus   der   Nahrung   gewonnen   wird.   Daher   besteht   häufig   zusätzlich   ein   Blut-Mangel, wenn   der   Körper   einen   Qi-Mangel   aufweist.   Das   Blut   nährt   und   befeuchtet,   kühlt   und beruhigt     die     Nerven     und     sorgt     somit     auch     für     einen     erholsamen     Schlaf.     Bei Blutmangel   drohen   Erschöpfung,   Nervosität,   Unruhe,   blasse   Schleimhäute,   trockene Augen    und    Haut,    brüchige    Krallen    und    Fell,    Haarausfall,    trockener    Kot,    Anämie, Eisenmangel, Schreckhaftigkeit und Ängstlichkeit, Schlafstörungen. Auch die sogenannten Körpersäfte haben eine besondere Bedeutung: Sie   bestehen   aus   Speichel,   Schweiß   und   den   Verdauungssäften,   die   die   Sinnesorgane befeuchten,    Gelenke    schmieren    und    die    Haut    von    innen    geschmeidig    halten.    Bei einem   Mangel   entsteht   Trockenheit:   Trockene   Haut,   Schleimhaut,   Haare,   Augen,   sowie trockener, harter Kot. Was hat es mit Yin & Yang auf sich? Yin  bedeutet ursprünglich „die schattige Seite eines Hügels“ und steht für: Kälte Ruhe Dunkelheit Passivität Empfänglichkeit Abnahme Innen als Richtung nach unten und einwärts gehend Yang  bedeutet ursprünglich „die sonnige Seite des Hügels“ und steht für: Hitze Anregung Helligkeit Aktivität Vitalität Zunahme Außen als Richtung nach oben und aufwärts gehend Alle Dinge haben einen Yin und Yang-Aspekt: Der   Tag   lässt   sich   in   Yin   (die   Nacht)   und   Yang   (den   Tag)   einteilen,   ebenso   der   zu-   und abnehmende   Mond,   Temperaturen   oder   auch   die   Jahreszeiten   können   in   inaktiv   /   Yin (Herbst   und   Winter)   oder   aktiv   /   Yang   (Frühling   und   Sommer)   eingeteilt   werden.   Diese Eigenschaften   bilden   Gegensätze,   doch   sie   existieren   nur   in   Relation   zueinander.   Das eine   kann   ohne   das   andere   nicht   sein.   Auch   der   Körper   beinhaltet   Yin-   und   Yang- Aspekte,   die   sich   normalerweis   gegenseitig   im   Gleichgewicht   halten   sollen.   Entstehen Krankheiten,   die   sich   durch   Kälte,   Schwäche,   Antriebslosigkeit   ausdrücken,   überwiegt das   Yin.   Beschwerden,   die   sich   mit   Hitze,   Aktivität,   Schnelligkeit   äußern,   werden   dem Yang zugeordnet und auch anders therapiert als Yin-Disharmonien. Es   kann   Monate   oder   sogar   Jahre   dauern,   bis   sich   ein   Mangel   von   Yin   oder   Yang   im Körper   wieder   normalisiert   hat.   Zumeist   liegt   jedoch   eine   Kombination   und   somit auch   ein   Qi-   oder   Blut-Mangel   vor,   welcher   häufig   schneller   in   den   Griff   zu   bekommen ist.   Daher   ist   es   immer   hilfreich,   das   Milz-Qi   und   damit   auch   die   Verdauung   und   die Bildung   von   Qi   (Lebensenergie)   und   Xue   (Blut)   zu   stärken,   um   so   die   Grundlage   zu schaffen,     dass     die     anderen     Organe     folgen     können     und     man     den     Teufelskreis durchbricht. Hier schließt sich nun der Kreis - Verdauung nach TCM: Im   Bauch   befindet   sich   aus   Sicht   der   TCM   ein   Kochtopf   mit   kochender   Suppe.   Der Magen    verwandelt    die    zugeführte    Nahrung    in    diese    heiße    Suppe.    Isst    man    kalte Nahrung,   muß   er   sie   erst   erwärmen,   ist   sie   trocken,   muß   er   Feuchtigkeit   zuführen.   Der aufsteigende   Dampf   ist   das   aus   der   Nahrung   gewonnene   Qi   (Lebensenergie).   Ohne Dampf   also   kein   Qi!   Der   Körper   kann   die   Nährstoffe   nicht   aufnehmen   und   Mängel entstehen.   Durch   zu   viel   Kaltes   kühlt   die   Suppe   ab   und   kann   gar   nicht   mehr   dampfen. Nun    beginnt    der    Kreislauf:    Kalte    Suppe    steht    im    Bauch    und    entwickelt    sich    zur pathogenen    (krankmachenden)    Feuchtigkeit,    (Erklärung    siehe    unten)    da    sie    nicht verdampfen    kann.    Diese    wird    z.    B.    eingelagert    in    Form    von    Ödemen,    Bauchfett, Schleim   in   der   Lunge   oder   sie   zeigt   sich   auf   der   Haut   als   Akne.   Alte,   eingelagerte   Reste können   auch   wieder   verdampfen   mit   der   Zeit,   wenn   die   Nahrung   optimiert   und   die Disharmonie beseitigt wird. Problem von Feuchtigkeit und Schleim: Etwas    Feuchtigkeit    im    Körper    ist    normal.    Ein    Zuviel    allerdings    erstickt    das    Qi. Feuchtigkeit   ist   daher   zumeist   an   schweren   Erkrankungen   beteiligt.   Durch   Hitze   und Stagnation   dickt   sie   ein   zu   Schleim   (TCM:   Feuchte   Hitze),   welcher   deutlich   schwerer auszuleiten   ist   als   Feuchtigkeit.   Schleim   und   Feuchtigkeit   sind   z.   B.   erkennbar   als Lipom     oder     Auswurf     beim     Husten,     aber     auch     als     Arterienverkalkung     oder Bluthochdruck,      an      einer      ständig      laufenden      Nase,      Ödemen,      Übergewicht, Gelenkschmerzen oder viel Augen- und Ohrenausfluß. Die    thermische    Wirkung    von    Nahrungsmitteln    kann    als    Therapie    der    obigen Störungen gezielt eingesetzt werden: Dabei   geht   es   nicht   um   die   Temperatur   des   Essens,   sondern   um   die   energetische Eigenschaft.   Auch   heiße   Getränke,   wie   z.   B.   Salbeitee,   können   kühlend   wirken.   Diese thermische   Wirkung   kann   man   in   der   TCM   gezielt   zur   Therapie   nutzen,   um   z.   B.   Hitze- Symptome   mit   kühlenden   oder   Kälte-Symptome   mit   wärmenden   Lebensmitteln   zu beruhigen.   Ein   gutes   Beispiel   ist   hier   die   Allergie-Problematik:   Häufig   wird   z.   B.   Wild oder    Ziege    vom    Tierarzt    verordnet.    Da    jedoch    eine    Allergie    mit    hochgradigem Juckreiz,   roter   Haut   und   entzündeten   Ohren   nicht   noch   zusätzlich   mit   Hitze   -   also wärmenden    Fleischsorten    -    angeheizt    werden    sollte,    wird    diese    Therapie    häufig keinen    Erfolg    versprechen    und    es    werden    mit    Cortison    oder    anderen    (auf    Dauer schädlichen)    Medikamenten    die    Symptome    unterdrückt.    In    der    TCM    würde    man dieses Allergie-Problem komplett anders angehen. Durch      Kochen      und      Verarbeiten      ändert      sich      die      thermische      Wirkung      der Nahrungsmittel.      Durch      das      Kochen      werden      viele      Nahrungsmittel      allerdings bekömmlicher,    denn    der    Magen    liebt    es    nach    TCM    warm,    saftig    und    regelmäßig. Daher   ist   eine   goldene   Mitte   hier   erstrebenswert   und   es   sollte   bei   gesunden   Tieren      ohne   Beschwerden   nicht   dauerhaft   über   Wochen   oder   Monate   nur   stark   Erhitzendes oder    Kaltmachendes    verfüttert    werden,    da    dies    ebenfalls    Disharmonien    auslösen kann.
Die    TCM    hatte    ihren    Ursprung    vor    mehr    als 2000   Jahren   in   China.   Anders   als   die   westliche Medizin,    die    zumeist    analytisch    nach    einer exakten   Diagnose   sucht   und   diese   behandelt, geht    ein    chinesischer    Arzt    komplett    anders vor:          Er          erstellt          ein          sogenanntes Disharmoniemuster   und   führt   außerdem   eine Zungen-   und   Pulsuntersuchung   durch.   Wenn man     5     verschiedene     Patienten,     die     nach westlicher    Sicht    ein    Magengeschwür    haben, einem chinesischen Arzt vorstellen würde,  
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● Osteopathie ● Cranio Sakrale Therapie  Physio ● Traditionelle Chinesische Medizin ●
Update: 24.04.2022 - Wissenswertes
TCM - Traditionelle Chinesische Medizin Die TCM hatte ihren Ursprung vor mehr als 2000 Jahren in China. Anders als die westliche Medizin, die zumeist analytisch nach einer exakten Diagnose sucht und diese behandelt, geht ein chinesischer Arzt komplett anders vor: Er erstellt ein sogenanntes Disharmoniemuster und führt außerdem eine Zungen- und Pulsuntersuchung durch. Wenn man 5 verschiedene Patienten, die nach westlicher Sicht ein Magengeschwür haben, einem chinesischen Arzt vorstellen würde, wäre es  nicht abwegig, dass man 5 unterschiedliche Disharmoniemuster erhält. Dabei handelt es sich um für westliche Ohren eher eigenartig oder poetisch klingende Diagnosen, wie z. B. „Disharmonie der Leber, die in die Milz vordringt“ oder „Übermäßige kalte Feuchtigkeit, die Magen und Milz angreift“. Die TCM betrachtet äußere pathogene (krankmachende) Faktoren, wie Wind, Kälte, (Sommer-) Hitze, Feuchtigkeit und Trockenheit, die in die Leitbahnen eindringen können, als Ursachen von entstehenden Disharmonien. Im Gegensatz zur Schulmedizin wird bei der Traditionellen Chinesischen Medizin der gesamte Körper ganzheitlich betrachtet und sie bezieht auch Geist und Seele mit ein. Emotionen können daher bestimmte Disharmonien auslösen oder umgekehrt werden durch bestimmte Beschwerden gewisse Emotionen ausgelöst, z. B. entsteht Jähzorn oder ein cholerisches Temperament durch Disharmoniemuster in der Leber. Weiterhin ist es in der TCM so, dass sich innere Organe bei Störungen nach außen hin öffnen. Zum Beispiel öffnet sich die Leber in die Augen oder die Nieren in die Ohren. Das bedeutet, dass bei Leber- oder Nieren-Problemen die Augen oder Ohren ebenfalls Störungen zeigen.  Werden diese Disharmonien der inneren Organe behoben, können sich auch die (häufig bereits lange vergeblich behandelten) Probleme der Sinnesorgane wieder bessern. Wichtig ist hierbei: Die Befunde an den Organen nach TCM sind nicht gleichzusetzen mit schulmedizinischen Erkrankungen! „Eine Krankheit kann viele Väter haben, die Mutter ist immer die Ernährung!“ Chinesische Weisheit Die Ernährungstherapie ist daher die Basis für alle anderen Therapien der TCM (Akupunktur, Kräuter). Akupunktur und Kräuter sind das i-Tüpfelchen - wie sieht daher eine Therapie aus? Es erfolgt nach eingehender Anamnese, Untersuchung und Diagnosestellung  zunächst eine genaue Analyse des bisherigen Futters und eine therapeutische Anpassung nach TCM für Ihr Tier, nach Bedarf auch mit entsprechenden Zusätzen. Außerdem werden bestimmte Punkte auf den Meridianen behandelt, um z. B. Hitze oder Wind (Juckreiz) auszuleiten oder die Nieren zu stärken. Da ich Osteopathie und TCM kombiniere und zudem lieber und besser mit dem Händen arbeite, wende ich vorwiegend die Akupressur an (Behandeln der Punkte auf den Meridianen mit den Fingern, ohne Nadeln). Da man in der Osteopathie z. B. die Milz nicht behandelt, in der TCM aber sehr wohl, ergänzen sich diese Methoden perfekt! Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang die Kombination von Akupressur und Osteopathie: Ich untersuche die Patienten auf beide Arten. Wenn ich dann u. a. den „Meisterpunkt für Muskeln und Sehnen“ bei HD- Patienten mit hochgradig verspannter Oberschenkel- Muskulatur behandele, ist die Hüfte sofort danach auch osteopathisch viel freier beweglich als vorher. Ebenso sind die Nieren nach entsprechenden Punkten wieder freier in der osteopathischen Mobilität und Motilität (= Eigenbewegung der Organe - unter Osteopathie  näher erklärt). So habe ich während der Akupressur sofort eine Kontrollmöglichkeit, ob die Punkte korrekt waren. Ist die freie Beweglichkeit aus osteopathischer Sicht noch nicht voll wieder hergestellt oder zeigen sich weitere fasziale Verkettungen, löse ich diese Strukturen zusätzlich osteopathisch - so kann ich den Patienten noch besser unterstützen und ins Gleichgewicht bringen.  Bitte füllen Sie vor dem ersten Termin den TCM- Anamnesebogen aus. Nehmen Sie sich am besten etwas Zeit zum genauen Beobachten Ihres Tieres und dem anschließenden Ausfüllen. Gerade Uhrzeiten, Verhalten / Emotionen, Magen-Darm-Auffälligkeiten und die Farben (z. B. gelblich oder klar) und Beschaffenheit (z. B. Trockenheit) der Körperausscheidungen und Schleimhäute sind enorm wichtig für mich. Bitte senden Sie den Bogen mind. 3 Tage vor unserem Termin via E-Mail an mich zurück, zwecks Auswertung. Für alle, die sich ausführlicher informieren möchten, erkläre ich die wichtigsten Grundlagen der TCM, die mit der Ernährung zusammenhängen: Was ist Qi? Qi ist die „Lebensenergie“ und Grundlage allen Lebens und aller Substanzen im Körper. Dazu gehören z. B. Blut, Körpersäfte und Yin und Yang. Qi schützt vor Krankheit, nährt Organe und Körper. Zur Stärkung des Qi brauchen wir  unter anderem qi-reiches Essen und eine gute Verdauung, um es aufnehmen zu können. Natürliche und frisch gekochte Speisen beinhalten mehr Qi als nur aufgetaute, ebenso Nahrungsmittel guter Qualität (Bio, ohne Pestizide etc). Zuckerhaltiges oder minderwertige Qualität raubt sogar Qi. Die Milz hat in der TCM eine besondere Bedeutung: Die Milz ist der Ursprung für Qi und Blut (Xue) und steht daher im Mittelpunkt der Verdauung. Dabei ist die „chinesische Milz“ nicht eins zu eins anatomisch und medizinisch übertragbar auf die „westliche Milz“. Dies gilt ebenso für alle anderen Organe und das Blut. Milz und Magen sind nach TCM Partner und zuständig für die Verdauung und daher die Basis der Gesundheit. Bei Ungleichgewichten kommt ein Milz-Qi-Mangel am häufigsten vor. Symptome des Qi-Mangels sind z. B. Verdauungsprobleme, weicher Kot, Blähungen, Neigung zu Allergien und Unverträglichkeiten, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Aufstoßen, Zahnfleischblutungen, schwache Muskeln, ... Das Blut (chin. Xue) nährt, befeuchtet und kühlt den Körper: Die Blutbildung erfolgt aus chinesischer Sicht durch das Qi, welches mit Hilfe der Milz aus der Nahrung gewonnen wird. Daher besteht häufig zusätzlich ein Blut-Mangel, wenn der Körper einen Qi- Mangel aufweist. Das Blut nährt und befeuchtet, kühlt und beruhigt die Nerven und sorgt somit auch für einen erholsamen Schlaf. Bei Blutmangel drohen Erschöpfung, Nervosität, Unruhe, blasse Schleimhäute, trockene Augen und Haut, brüchige Krallen und Fell, Haarausfall, trockener Kot, Anämie, Eisenmangel, Schreckhaftigkeit und Ängstlichkeit, Schlafstörungen. Auch die sogenannten Körpersäfte haben eine besondere Bedeutung: Sie bestehen aus Speichel, Schweiß und den Verdauungssäften, die die Sinnesorgane befeuchten, Gelenke schmieren und die Haut von innen geschmeidig halten. Bei einem Mangel entsteht Trockenheit: Trockene Haut, Schleimhaut, Haare, Augen, sowie trockener, harter Kot. Was hat es mit Yin & Yang auf sich? Yin bedeutet ursprünglich „die schattige Seite eines Hügels“ und steht für: Kälte Ruhe Dunkelheit Passivität Empfänglichkeit Abnahme Innen als Richtung nach unten und einwärts gehend Yang bedeutet ursprünglich „die sonnige Seite des Hügels“ und steht für: Hitze Anregung Helligkeit Aktivität Vitalität Zunahme Außen als Richtung nach oben und aufwärts gehend Alle Dinge haben einen Yin und Yang-Aspekt: Der Tag lässt sich in Yin (die Nacht) und Yang (den Tag) einteilen, ebenso der zu- und abnehmende Mond, Temperaturen oder auch die Jahreszeiten können in inaktiv / Yin (Herbst und Winter) oder aktiv / Yang (Frühling und Sommer) eingeteilt werden. Diese Eigenschaften bilden Gegensätze, doch sie existieren nur in Relation zueinander. Das eine kann ohne das andere nicht sein. Auch der Körper beinhaltet Yin- und Yang- Aspekte, die sich normalerweis gegenseitig im Gleichgewicht halten sollen. Entstehen Krankheiten, die sich durch Kälte, Schwäche, Antriebslosigkeit ausdrücken, überwiegt das Yin. Beschwerden, die sich mit Hitze, Aktivität, Schnelligkeit äußern, werden dem Yang zugeordnet und auch anders therapiert als Yin- Disharmonien. Es kann Monate oder sogar Jahre dauern, bis sich ein Mangel von Yin oder Yang im Körper wieder normalisiert hat. Zumeist liegt jedoch eine Kombination und somit auch ein Qi- oder Blut-Mangel vor, welcher häufig schneller in den Griff zu bekommen ist. Daher ist es immer hilfreich, das Milz- Qi und damit auch die Verdauung und die Bildung von Qi (Lebensenergie) und Xue (Blut) zu stärken, um so die Grundlage zu schaffen, dass die anderen Organe folgen können und man den Teufelskreis durchbricht. Hier schließt sich nun der Kreis - Verdauung nach TCM: Im Bauch befindet sich aus Sicht der TCM ein Kochtopf mit kochender Suppe. Der Magen verwandelt die zugeführte Nahrung in diese heiße Suppe. Isst man kalte Nahrung, muß er sie erst erwärmen, ist sie trocken, muß er Feuchtigkeit zuführen. Der aufsteigende Dampf ist das aus der Nahrung gewonnene Qi (Lebensenergie). Ohne Dampf also kein Qi! Der Körper kann die Nährstoffe nicht aufnehmen und Mängel entstehen. Durch zu viel Kaltes kühlt die Suppe ab und kann gar nicht mehr dampfen. Nun beginnt der Kreislauf: Kalte Suppe steht im Bauch und entwickelt sich zur pathogenen (krankmachenden) Feuchtigkeit, (Erklärung siehe unten) da sie nicht verdampfen kann. Diese wird z. B. eingelagert in Form von Ödemen, Bauchfett, Schleim in der Lunge oder sie zeigt sich auf der Haut als Akne. Alte, eingelagerte Reste können auch wieder verdampfen mit der Zeit, wenn die Nahrung optimiert und die Disharmonie beseitigt wird. Problem von Feuchtigkeit und Schleim: Etwas Feuchtigkeit im Körper ist normal. Ein Zuviel allerdings  erstickt das Qi. Feuchtigkeit ist daher zumeist an schweren Erkrankungen beteiligt. Durch Hitze und Stagnation dickt sie ein zu Schleim (TCM: Feuchte Hitze), welcher deutlich schwerer auszuleiten ist als Feuchtigkeit. Schleim und Feuchtigkeit sind z. B. erkennbar als Lipom oder Auswurf beim Husten, aber auch als Arterienverkalkung oder Bluthochdruck, an einer ständig laufenden Nase, Ödemen, Übergewicht, Gelenkschmerzen oder viel Augen- und Ohrenausfluß. Die thermische Wirkung von Nahrungsmitteln kann als Therapie der obigen Störungen gezielt eingesetzt werden: Dabei geht es nicht um die Temperatur des Essens, sondern um die energetische Eigenschaft. Auch heiße Getränke, wie z. B. Salbeitee, können kühlend wirken. Diese thermische Wirkung kann man in der TCM gezielt zur Therapie nutzen, um z. B. Hitze- Symptome mit kühlenden oder Kälte-Symptome mit wärmenden Lebensmitteln zu beruhigen. Ein gutes Beispiel ist hier die Allergie- Problematik: Häufig wird z. B. Wild oder Ziege vom Tierarzt verordnet. Da jedoch eine Allergie mit hochgradigem Juckreiz, roter Haut und entzündeten Ohren nicht noch zusätzlich mit Hitze - also wärmenden Fleischsorten - angeheizt werden sollte, wird diese Therapie häufig keinen Erfolg versprechen und es werden mit Cortison oder anderen (auf Dauer schädlichen) Medikamenten die Symptome unterdrückt. In der TCM würde man dieses Allergie-Problem komplett anders angehen. Durch Kochen und Verarbeiten ändert sich die thermische Wirkung der Nahrungsmittel. Durch das Kochen werden viele Nahrungsmittel allerdings bekömmlicher, denn der Magen liebt es nach TCM warm, saftig und regelmäßig. Daher ist eine goldene Mitte hier erstrebenswert und es sollte bei gesunden Tieren  ohne Beschwerden nicht dauerhaft über Wochen oder Monate nur stark Erhitzendes oder Kaltmachendes verfüttert werden, da dies ebenfalls Disharmonien auslösen kann.
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